Ein einfaches, rotierendes Logo verankert eine Marke ähnlich gut wie eine aufwendige Bewegtbildproduktion. Das ist einer der überraschenderen Befunde einer neuen DOOH-Studie, in der statische Motive, Bewegtbild und 3D-Kreationen erstmals miteinander verglichen wurden. Wir haben die Ergebnisse.
Spannend! Aus den Studiendaten lässt sich perfekt ableiten, wann welches Format den größten Hebel hat. Dieser Beitrag ordnet die wichtigsten Ergebnisse ein, zeigt, warum statische Motive trotz des 3D-Hypes nicht ausgedient haben und welche Zielgruppe besonders stark auf 3D reagiert.
Bewegung schlägt Stillstand und 3D schlägt alles
Für die Untersuchung mit dem Titel „Science in Motion" verglich das Studienteam von Vistar Media, Omnicom Media und JCDecaux vier Kreationsformen:
statische Motive
eingeschränktes
Bewegtbild
volles Bewegtbild
aufwendige 3D-Motive
Das Ergebnis ist eindeutig. Im Vergleich zu statischen Motiven steigert Bewegung die Werbeerinnerung um durchschnittlich 33 Prozent und die Markenbekanntheit sogar um 50 Prozent.
Mit Abstand am stärksten wirkt 3D: Keine andere Variante erzeugte einen vergleichbaren Effekt auf die Markenwahrnehmung.
Die Datenbasis ist solide. Zwischen November 2025 und Januar 2026 befragte das Team 7.513 Personen in den Niederlanden. Für den deutschen Markt sind die Werte zwar keine 1:1-Referenz, aber ein belastbarer Richtungsweiser. Zumal die Wahrnehmungsmechanismen im DOOH über Ländergrenzen hinweg vergleichbar funktionieren.
Und die statischen Motive? Die haben noch lange nicht ausgedient!
Wer aus der Studie nun ableitet, dass nur noch Bewegung zählt, verkürzt das Ergebnis. Für die Planung sind drei Befunde relevanter als die reine Format-Rangfolge:
Analog bleibt wirksam. Gegenüber einer Kontrollgruppe ohne Werbekontakt erzielten analoge, statische Motive einen Uplift von 38 Prozent bei der gestützten Werbeerinnerung. Einen großen Teil dieser Wirkung tragen die hochwertigen Screens und ihre Standorte selbst.
Schon wenig Bewegung genügt oft. Für die Markenverankerung zählt die Präsenz von Bewegung mehr als ihre Intensität. Eine leicht animierte Grafik kann darum ähnlich viel leisten wie eine aufwendige Produktion.
3D wirkt nicht bei den Jüngsten am stärksten. Zwar reagieren die 18- bis 34-Jährigen insgesamt am lebhaftesten auf Bewegung. Bei der Markenbekanntheit war 3D jedoch ausgerechnet für die 50- bis 65-Jährigen das wirksamste Format.
Bei planus planen wir DOOH strikt vom Kampagnenziel her. Also: was soll die Kampagne erreichen? Das bedeutet auch: Wo Bewegung nicht erlaubt ist oder das Budget nicht ausreicht, sichern starke statische Motive an frequenzstarken Standorten die Wirkung.
Fazit
Die hier vorgestellte Studie „Science in Motion“ belegt deutlich: Bewegung wirkt.
Die eigentliche Erkenntnis der Studie liegt jedoch in der Differenzierung: 3D ist effektiv, ebenso wie analog, und beide entfalten ihre Wirkung unter unterschiedlichen Bedingungen. Am Ende hat das Format den größten Hebel, das zu Ziel, Zielgruppe und Rahmenbedingungen perfekt passt. Manchmal ist es 3D, aber oft genügt auch deutlich weniger Aufwand.
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